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Oellingen

Erste urkundliche Erwähnung OellingenSchon 1300 wird Oellingen erstmals genannt.

 

Der Ortsname wandelte sich vielfach. Man schrieb erst von Ullingen, 1351 ist in einer Urkunde von Vollingen die Rede. Nach mündlicher Überlieferung soll das Dorf unter dem Namen Illingen in früheren Jahrhunderten weiter östlich in dem heutigen Feldflur Illingen gestanden haben.

 

1462
Bei den Streitigkeiten zwischen dem Grafen von Katzenelnbogen und dem Grafen von Sayn, bei der die Kirche von Höhn ein Raub der Flammen wurde, soll auch das Dorf Illingen eingeäschert worden sein. Diese Version wurde von Generation zu Generation weiter gegeben. Manche Funde um 1950 bestärken uns in der Annahme, dass dort tatsächlich eine Ansiedlung gestanden hat. Bei der Einebnung von Hügeln die ganz gut die verwitterten Schuttmassen zerstörter Gebäude sein konnten, wurde auch ein regelrechtes Natursteinpflaster gefunden. Kein Stein darunter und keiner darüber, also müssen die Steine von Menschenhand aneinander gesetzt worden sein. Ebenfalls wurden an mehreren Stellen Reste von sogenannten Aschekauten gefunden. Das waren in früherer Zeit roh ausgemauerte Löcher zur Aufnahme der anfallenden Asche. Sehr bedeutungsvoll ist auch die Tatsache, dass die Gegend, in der die Funde gemacht wurden, außer der amtlichen Flurbezeichnung im Volksmund den Namen "Illinger Born" trägt. Es ist daher als sicher anzusehen, dass dort der Dorfbrunnen von Illingen gewesen ist. Es mag wohl kein großes Dorf gewesen sein, vielleicht nur 6 bis 7 Häuser, aber dass es bestanden hat, dürfen wir als erwiesen ansehen. Nach der Zerstörung des Ortes haben unsere Vorfahren vielleicht aus witterungsbedingter Gegebenheiten oder wegen dem Wasser am Oberborn und des Struthborns, am Südhang von Höhn neu angesiedelt.

 

Ende 1500 nehmen wir an, ist diese erste Ansiedlung entstanden. Nach alter Überlieferung sind die ersten Häuser um die Kreuzstr. und weiter südlich entstanden. Die Häuser 15, 17, 35 und weiter südlich 52, 53, 56, 57 und 58 genannt wurden. Josef Form berichtete immer, sein Balken im Wohnzimmer stamme noch von Illingen. Das Dorf weitete sich immer weiter nach außen aus. Haus Nr. 16 ( Gregor Helsper ) wurde 1776 und Haus Nr. 23 (Johann Diehl) 1832 erbaut.

 

1825 betrug die Einwohnerzahl 189 bei knapp 40 Häusern. 1860 = 345 Einwohner, die dann bis 1880 wieder auf 293 absinken. Das Absinken der Einwohner rührt aus großer Not die viele Bewohner zur Auswanderung bewegte.

 

Von 1860 bis an die Jahrhundertwende wurden nur fünf Häuser neu errichtet. Die alten Häuser waren aus Fachwerk und Lehm gebaut und wurden mit flegelgedroschenem Roggenstroh gedeckt.

 

Nach 1900 setzte dann eine Periode reger Bautätigkeit ein und das Dorf wurde zusehends größer. Die Bevölkerung wuchs zusehends, so beschlossen die Brüder Karl und Franz Mohr 1909 eine Gastwirtschaft und eine Bäckerei zu bauen. Die Straße nach Stahlhofen und nach Hellenhahn wurde um 1880 gebaut. Auch der Weg von der Gabelung an der Höhner Grenze bis zur Gastwirtschaft Mohr (jetzige Bergstraße) wurde erst 1910 gebaut. Nähere Einzelheiten können Sie der Dorfchronik entnehmen. Sie befindet sich in der Ortsgemeindeverwaltung Höhn.

 

Schultheißen und Bürgermeister in Oellingen

1824

Schultheiß Ludwig Krämer

1828

Schultheiß Hanz

1833

Schultheiß Pauschert

1848

Schultheiß Heinz + Christian Pauschert

1855

Schultheiß Heinrich Krämer - Unter Krämer wurden die Schultheißen in Bürgermeister umbenannt. - Krämer war 40 Jahre Schultheiß und Bürgermeister bis 1895.

1895-1916

Bürgermeister August Krämer

1916-1919

Bürgermeister August Eisenmenger

1919-1934

Bürgermeister Heinr. Ad.Krämer

1934-1935

Bürgermeister Wilhelm Hanz

1936-1942

Bürgermeister Theodor Höhn

1942-1945

Oellingen wurde von Bürgermeister Josef Frensch von Höhn mitverwaltet

1945-1946

Bürgermeister Alois Weber

1946-1948

Bürgermeister Alois Höhn

1948-1956

Bürgermeister Albert Leukel

1956-1969

Bürgermeister Willi Held

 

Am 01.04.1969 wurde die Großgemeinde Höhn im Zuge der Kommunalen Gebietsreform (Verbandsgemeinde Westerburg) per Gesetz geschaffen. Ab hier war Oellingen in die Großgemeinde Höhn eingebunden. Erster Bürgermeister der Großgemeinde wurde Bernhard Birk.